MARGRIT VON WATTENWYL-HOCKENJOS
Margrit von Wattenwyl-Hockenjos gelangt von Gestalt und Figur zur Form im Sinne von Kandinsky's Feststellung im Aufsatz "über das Geistige in der Kunst" (1912): "die Form im engeren Sinne ist jedenfalls nichts weiter wie die Abgrenzung einer Fläche von der Andern". Die Erkenntnisse, dass jede Form einen Inhalt hat und dass die formanpassende Linie eindimensional ist, führten Margrit von Wattenwyl-Hockenjos weg vom apollinischen Kunstideal zur Forderung von Goethe nach klaren, bestimmten Darstellungen. Dennoch ist nicht Kontur, sondern sind Licht und Farbe die primären Gestaltungsmittel mit denen Margrit von Wattenwyl-Hockenjos, beseelt von lebhafter Harmonie und sanfter Poesie, das Formale oder das Etablierte überwindet, um ihre Visionen, Hoffnungen, Wünsche und Sehnsüchte aber auch Träume zweidimensional umzusetzen.
Martin Ed. Gerber